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Photoapparate von 1905 und 1972:

Alles schon Geschichte

 

 

Zu seiner Zeit teuer und unerreichbar für die meisten Bürger. Wer sie hatte, war allein deshalb schon ein angesehener Fotograf...

 

 

Kameras mit Belichtungsmessung durch das Objektiv, TTL-System (=“Through The Lens“) und vollautomatischer Lichtsteuerung. 1972 vollkommen neu auf dem Markt.

Damals etwas Unglaubliches. Traum eines jeden Fotografen. Man war fasziniert von japanischer Elektronik. Und alles immer mehr voll automatisch.

 

 

 

Meßsucherkamera, bei der der Entfernungsmesser in den Sucher eingespiegelt ist. 1972 auch etwas vollkommen Neues. Man brauchte ab jetzt nicht einmal mehr
die Entfernung selbst abmessen. Unvorstellbar innovative Technik, wie man damals meinte.

 

 

Und dann das: Polaroid hatte es fertig gebracht, die alte und scheinbar unüberwindliche Barriere zwischen der Aufnahme und dem fertigen endgültigen Bild aufzuheben. Die Sofortbildfotografie war geboren. Das wurde sehr bald auch von den Künstlern der Pop Art ausgewertet.

 

 

Und dennoch: Aus heutiger Sicht ist das alles nette Fotografiegeschichte.

Unsere Kinder heute wissen von dem schon nichts mehr und sind sehr erstaunt, wenn sie hören, wie das einmal war, vor langer, langer Zeit ...

 

 
 

Aus: Hugo Schöttle, Lexikon der Fotografie, Köln 1978, S. 193
Petr Tausk, Die Geschichte der Fotografie im 20. Jahrhundert. Von der Kunstfotografie bis zum Bildjournalismus, Köln 1977, S. 13 und S. 109-110
Quelle: Repro from book
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